04.12.2013
ConventionCamp — so geht es ab 2014 weiter.

Manch einer hat sich und uns dieser Tage gefragt: ‚Wann ist denn das nächste ConventionCamp?’ Berechtigte Frage, denn das letzte Highlight vor Weihnachten fand regelmäßig zwischen 2008 und 2012 rund um die Novemberzeit in Hannover statt. Wir haben schon nach dem großartigen Event 2012 mit Julian Assange absichtlich auf die Ankündigung eines Termins für 2013 verzichtet, denn wir wollten uns nach den ersten 5 erfolgreichen Jahren eine gedankliche Auszeit gönnen.

Das ConventionCamp hat mit der gezielten Mischung aus digitaler Fachkonferenz und BarCamp einen wichtigen Trend gesetzt. Schaut man in die heutige Kongress-Szene, dann freuen wir uns darüber, dass nahezu jede Veranstaltung mit einem interaktiven ‚Camp-Teil’ aufwartet. Ebenso haben sich viele Barcamps weiter für Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft geöffnet. Die großen monokulturellen Events haben deutlich abgenommen. Recht so!

2012 war ein Meilenstein

Für uns als Organisatoren (neuwaerts, Aufgesang, t3n und foresee) des ConventionCamp war 2012 mit 1.600 Teilnehmern und der aufsehenerregenden Keynote von Julian Assange ein Meilenstein erreicht, den wir im bisherigen Format nicht weiterentwickeln konnten. Weitermachen wie bisher hätte ‚Level halten’ bedeutet. Das ConventionCamp hat sich aber immer als offene Experimentierplattform verstanden. Viele Formate haben durch den Anspruch auf Unkonventionalität ihren Eingang in das ConventionCamp gefunden: Massen-Speed-Datings, SciFi-Autorenlesungen, Worldcafés, Disruptive Foren, OpenInnovation-Projekte, Panel ohne Panel und dystopische Keynotes per Skype. Wir haben alle unsere Ideen in die Tat umgesetzt. Und nicht selten waren wir unserer Zeit voraus.

Radikalität und Unkonventionalität waren von Beginn an zwei unserer wesentlichen Motivationsfaktoren. Es ging uns immer darum, Perspektiven zu ändern, Ansichten zu hinterfragen und die Schubladen in den Hirnen ordentlich durcheinander zu schütteln. Nach einem Tag ConventionCamp sollte es ein Delta geben – bei jedem Teilnehmer.

Einen Kongress für 1.000 – 2.000 Teilnehmer zu realisieren hat jedoch am Ende zu 85 Prozent mit Organisation zu tun. Über 600 Personentage stecken in der Vorbereitung, Sponsorenakquise und Durchführung eines solchen Events. Über 50 zum Teil internationale Speaker, 8 parallele Sessions, Begleit-Awards, Web-Week-Programm und Social Media-/PR-Kommunikation wollen professionell behandelt werden. Am Ende bleiben dann 10 bis 15 Prozent echter Innovationen im Programm. Je mehr Teilnehmer, desto geringer die Quote.

Jetzt ist es an der Zeit für die 2. Staffel ConventionCamp 2014 – 2018!

Wir wollen zukünftig das Verhältnis umdrehen! Wir wollen 85% Radikalität, Unkonventionalität und wieder massiv mehr Experimente. Deshalb wird das ConventionCamp ab 2014 die Abkehr von der ganz großen Bühne mit über 1.000 Teilnehmern vollziehen. In kleineren Formaten werden wir tiefer einsteigen, intensiver arbeiten und noch weniger Event-Mainstream sein.

Wir glauben daran, dass der Bedarf an interdisziplinären, unkonventionellen Plattformen weiter steigt. Es gibt jedoch eine Fülle von Formaten, in denen das ConventionCamp seine ganze Kraft entfalten kann. Dazu gehören (Un)Konferenzen, Workshops, Publikationen, WebEvents und vieles mehr. Das ConventionCamp wird zukünftig noch variantenreicher und noch internationaler. Die Monetarisierung stand nie im Fokus und wird es auch zukünftig nicht tun. Wir wollen Relevanz in der Sache und Spaß an der Plattform.

Derzeit sammeln wir neue Ideen, führen inspirierende Dialoge und bewegen uns in Richtung Event-Neuland. Unter dem Dach der Marke ‚ConventionCamp’ planen wir das erste Event der neuen ConventionCamp-Serie für 2014. Konkrete Informationen kommen rechtzeitig nächstes Jahr auf euch zu.

Also: Haltet Augen und Ohren offen!
Wir sehen uns sicher wieder … auf dem nächsten ConventionCamp-Event 2014.

Wir danken euch für so viel Unterstützung, Feedback und Motivation in der ersten Staffel 2008 – 2012! Die hannoverschen Veranstalter sind: die Kommunikationsagentur neuwaerts (Ingo Stoll, Markus Herwig, Jörn Hutecker); Aufgesang Public Relations | prdienst.de, Agentur für zeitgemäße PR (Ulf-Hendrik Schrader, Anja Floetenmeyer); foresee, humanactive spaces (Frank Sonder); sowie t3n, Fachmagazin für Social Media, Web 2.0 und E-Commerce (Andreas Lenz, Jan Christe).

08.03.2013
Ingo Stoll und Frank Sonder im Live-Interview mit Sascha Pallenberg (mobile geeks) über die Zukunft des ConventionCamp.

http://www.mobilegeeks.de/live

Sascha Pallenberg & Frank Sonder

08.03.2013
ConventionCamp – die (Un)Konferenz 2013

Nach 5 Jahren der großen (Un)Konferenz hat das ConventionCamp viel erreicht. Mit dem Event Ende November 2012 (#cch12) haben wir für 1.600 Teilnehmer einen Tag voller Inspiration gestaltet und nicht zuletzt mit der Keynote und dem Interview mit Julian Assange einen unserer absoluten Wunschkandidaten zu „Meta Change“ auf die Bühne nach Hannover gebracht. Soweit so gut.

Bereits vor dem cch12 haben wir seitens neuwaerts das Verlangen verspürt, nicht einfach so weiterzumachen – nur um weiterzumachen. Eine jährliche Konferenz hat es so an sich, dass alle selbstverständlich davon ausgehen „wir sehen uns im nächsten Jahr wieder“. Für uns ist das grundsätzlich auch so.

Für Events unter dem Dach „ConventionCamp“ ist es allerdings so, dass hiermit immer die Versprechen auf „innovative Formate“, „ungewöhnliche Perspektiven“ und einen „einmaligen Mix“ der Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Web2.0-Szene verbunden sein müssen. Das ConventionCamp war 2008 ein Trendsetter für die neue „Innovationskultur2.0“ und bisher unbekannte Hybridformate aus klassischen Fachkongressmodulen und der BarCamp-Kultur. Viele Events sind diesem Trend gefolgt und wir freuen uns sehr über diese notwendige Entwicklung.

Für unseren Innovationsanspruch unter dem Label ConventionCamp ist es jetzt an der Zeit, über den nächsten Schritt in die Zukunft nachzudenken. Wir haben uns daher eine Inspirations- und Denkpause in 2013 für die große (Un)Konferenz verordnet. Wir nutzen die Zeit, um den Ideenspeicher wieder randvoll mit neuen Formaten, neuen Köpfen und neuen Ideen aufzuladen. Das heißt aber nicht, dass es keine ConventionCamp-Events in diesem Jahr geben wird. Ganz im Gegenteil!

Wir nutzen die Zeit für jede Menge kleinere und größere Experimente („Satteliten“). Dazu gehörte beispielsweise schon unser „(un)conventional round table“ vom 07.03.2013 auf der CeBIT Global Conferences. Weitere werden folgen. Haltet also Augen und Ohren offen.

Wir sehen uns dann mit der großen (Un)Konferenz des ConventionCamp in 2014 wieder. Und seid gespannt, was dann aus der bunten Inspirationstüte der größten Plattform zur Innovationskultur2.0 springt. Wir freuen uns jetzt schon!