Bastelstunde mit Ingo Stoll: Statt wie erwartet, einen Vortrag zu hören, müssen die Teilnehmer in seiner Stunde tatsächlich basteln – und zwar einen Turm. Baumaterialien: 20 Spaghetti, 1 Meter Klebeband, 1 Meter Packband und ein Marshmallow. Bedingungen: Der Turm darf nicht auf dem Untergrund kleben und der Marshmallow muss frei oben auf liegen. Der höchste Turm gewinnt…

Dafür haben die Kandidaten 18 Minuten Zeit.
Das Ergebnis: Von 4 Gruppen schaffen es 2 – die anderen Türme stürzen ein.
Ingos Stolls erste Beobachtung: “Die Hälfte der Leute hat fluchtartig den Saal verlassen, als es darum ging, sich nicht nur berieseln zu lassen.”

Den anderen zeigt er ein Video, in dem Tom Wujec, Erfinder des Marshmallow-Turm-Tests,  erklärt, was es auf sich hat.

Die Erkenntnis: Je wissenschaftlicher und analytischer die Beteiligten beim Bau des Turms vorgegangen waren, umso schlechter war das Ergebnis. Am erfolgreichsten waren Kindergarten-Kinder, denn sie probierten alles einfach aus anstatt zu lange darüber nachzudenken.

Ingo Stoll:

“Ich möchte Sie ermutigen, nicht zu reden und zu denken, sondern einfach anzufangen. In Deutschland werden Konzepte geschrieben und Papiere. Es wird Zeit für eine Innovationskultur 2.0, in der es einfach sein kann, Prototypen zu entwickeln. Man kann heute sehr viel am Rechner entwickeln, aber sehr viel kreativere Dinge entstehen, wenn man einfach mal rum malt.”

Sein Tipp:

“Besuchen Sie einen Co-Working-Space. Hier wird zusammen gearbeitet und hier sind häufig Leute aus unterschieldichen Disziplinen, die sonst nicht zusammen sind. Man kriegt in sehr viel früheren Stadium Feedback als wenn man nur immer mit den gleichen Menschen mit den gleichen Denkstrukturen zusammen sitzt.”

“Lernen Sie systematisch anders zu denken. Nutzen Sie die Methodik des Design Thinking. Die Idee dahinter ist, dass man Projekte angeht, als würde man ein Produkt entwickeln. Wenn Sie die Chance haben, in einer kleinen Gruppe über ein Projekt nachzudenken, lassen Sie sch einen Raum für mehrere Tage und Wochen geben. Wenn Sie die Flipcharts und Metaplanwände stehen lassen, haben sie gleich wieder alles präsent, was sie bis dahin entwickelt haben, wenn sie später wieder zurück kommen.”

“Ich hoffe, das Experiment hat Sie animiert, ein bisschen mehr zu wagen.”

Noch ein Hinweis. Das Conventioncamp unterstützt ein Schulprojekt in Uganda:
www.conventioncamp.de/Kids-of-africa

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